„Wir werden fünf Prozent des europäischen Rohölbedarfs durch nachhaltige e-Fuels ersetzen.“
INERATEC GmbH, Karlsruhe
INERATEC GmbH: Schiffe und Flugzeuge mit Sonne und Wind betanken
Ausgründung aus dem Karlsruher Institut für Technologie
Schon als Teenager gründete Philipp Engelkamp seine erste Firma, und auch die Abi-Zeitung der deutschen Schule in Shanghai war überzeugt: „Von diesem Absolventen werden wir noch als Unternehmer hören.“ Doch erst später, während seines Studiums zum Wirtschaftsingenieur am Karlsruher Institut für Technologie (KIT), reifte bei Philipp Engelkamp der Entschluss, gemeinsam mit Tim Böltken und Paolo Piermartini ein Unternehmen zu gründen. Ihre Idee: Aus dem Klimakiller CO2 und erneuerbaren Energien produzieren ihre Anlagen e-Fuels für Schiffe und Flugzeuge.
Mit unserem Power-to-Liquid-Verfahren können Schiffe sowie Flugzeuge Sonnen- und Windenergie tanken. Gleichzeitig wird schädliches CO2 beseitigt.
Der Bundeskanzler besuchte die INERATEC Pilotanlage
Engelkamp erinnert sich an das Momentum für die Teamgründung. „Wir hatten eine Technologie, die für eine Ausgründung zur Verfügung stand, das KIT im Rücken und waren begeistert von der Idee, die Energiewende voranzubringen.“ Als Gründer der INERATEC GmbH sind sie Pioniere, denn damals setzte nur ein kleiner Kreis von Experten auf e-Fuels. Das hat sich heute deutlich spürbar geändert: Bundeskanzler Olaf Scholz persönlich besichtigte in diesem Jahr den Standort der INERATEC-Pilotanlage im Industriepark Frankfurt Höchst, mit der jährlich bis zu 4,6 Millionen Liter e-Fuels produziert werden sollen.
Attraktive Perspektive – nachhaltige Zukunft
Heute finden die über 100 Mitarbeitende einen zukunftsträchtigen Arbeitsplatz. „Während der Pandemie haben wir nicht nachgelassen, sondern die Zahl der Beschäftigten verdoppelt.“ Seit 2019 ist das Unternehmen auch Ausbildungsbetrieb. Die Nähe zum KIT zahlt sich aus durch den Zufluss an hochqualifizierten Absolventinnen und Absolventen, die bei INERATEC ihre Karriere beginnen. Jährlich werden mehrere Abschlussarbeiten betreut. Engelkamp: „Neben der attraktiven beruflichen Perspektive lockt sie die Aussicht, mit ihrer Arbeit einen Beitrag zu einer nachhaltigen Zukunft zu leisten.“